Teilbereich 6: Heiden bei Weibern

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Die Waberner Heiden (I und II)

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)

liegen knapp einen Kilometer westlich von Volkesfeld (I) auf dem östlichen Ausläufer der Hohe Rain (544 m) und (II) etwas weiter nordöstlich davon am Hang unweit von Wabern.

Am Rand des Heidegebietes führt ein Wanderweg von Volkesfeld kommend zur Hohe Rain. Die offene Hütte am Waldrand ist ein beliebter Freizeittreff für Einheimische und Besucher. Die auf teils sandigem, silikatreichem Verwitterungsgestein und gewachsenem Fels entstandene Wacholderheide ist heute teilweise verbuscht. Borstgrasrasen bedeckt die freien Stellen und Wege zwischen Ginster und den teilweise gut vier Meter hohen Wacholderbäumen.

Vom höchsten Punkt nahe der Hütte genießt der Naturfreund eine herrliche Aussicht auf die Vulkankuppen von Hochstein, Sulzbusch und Hochsimmer bei Ettringen und das Nettetal.

Das Heidegebiet und die angrenzenden Feldfluren sind idealer Lebensraum für zahlreiche Vögel und allerlei Insekten, die sich an den üppig wuchernden Blütenpflanzen laben. Wilder Thymian, Zypressen-Wolfsmilch (Giftig!) und Karthäusernelken gedeihen auch nach langen Trockenperioden auf den Magerrasenflächen. Dazwischen huschen flinke Zauneidechsen auf der Jagd nach Ödlandschrecken und anderen in den Borstgraswiesen heimischen Insekten. Die zu den Leitarten des Projektes zählenden seltenen Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) sowie der zu den Nachtfaltern zählende Russische Bär (Euplagia quadripunctata), auch Spanische Flagge genannt ist nur eine Auswahl der zahllosen Schmetterlingsarten im Teilbereich,
Beobachtet wurden Neuntöter, GoldammerMäusebussard, und Rotmilan. Laut Aussage des Jagdpächters gibt es am Standort neben Rebhühner, Fasanen auch das seltene Haselhuhn. Neben Fuchs, Hase, Wildkaninchen sowie Reh- und Schwarzwild zählt auch Rotwild zu den vorhandenen Wildarten.

In diesem Zusammenhang appellieren wir an alle Besucher der Waberner Heide, die Wege nicht zu verlassen, Hunde stets an der Leine zu führen, Lärm zu vermeiden und keine Abfälle in den Heiden zurückzulassen. Die Natur bedankt sich bei Ihnen für Ihre Rücksicht auf die empfindliche Flora und Fauna.

(Foto: Ulrich Siewers)
(Foto: Ulrich Siewers)